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Industrie 4.0: ein Henne-Ei-Phänomen – wie geht man damit um?

Wer war zuerst da? Der Business-Case oder die Lösung? Die Industrie 4.0 funktioniert nach dem Henne-Ei-Prinzip. Die vierte industrielle Revolution war bereits in aller Munde, lange bevor es überhaupt konkrete Lösungen gab. Es gab jedoch zu dieser Zeit auch noch keine Business-Cases. Daher wagen wir einen Blick auf die Entstehung und Entwicklung der Industrie 4.0 und geben einen Einblick in heutige Chancen und Herausforderungen für die Produktionswelt.

Die Industrie 4.0 gilt als Revolution. Und zu einer Revolution gibt es in der Regel einen Erfinder – sei es bei der Dampfmaschine oder dem Automobil. Nicht so bei der Industrie 4.0. Sie folgt ihren eigenen Regeln. Denn sie wurde bereits lange vor ihrem reellen Eintreten ausgerufen und führte anfangs auf Seiten der Wissenschaft, Politik, Unternehmen und Anwender zu Rätselraten. Sie alle trieb ein und dieselbe Frage um: Was ist das überhaupt und was bringt es? Die allgemeine Verwirrung war groß, zugeben wollten es jedoch nur wenige. Daher wurde getagt, standardisiert und normiert, wo es noch nichts zu normieren gab.

Erst aus diesen Fragestellungen heraus entwickelten sich nach vielen Monaten der Spekulationen und Visionen konkrete Ergebnisse: die Business Cases und die Technologien – oder umgekehrt. Denn sie stellen wechselseitig Ursache und Wirkung dar: Wo ein Bedarf vorhanden ist, da braucht es eine Lösung und wo eine Lösung existiert, da braucht es ein Einsatzgebiet. Aber der eigentliche Auslöser für die Industrie 4.0 bleibt ein Phänomen. War er anfangs doch nicht mehr als ein Begriff, der wie aus dem Nichts auftauchte und sich dann wie ein Flächenbrand ausbreitete. Fakt ist jedoch, die Industrie 4.0 hat einen Treiber: Die zunehmende Digitalisierung und damit verbundene Technologien.

Industrie 4.0 war praktisch schon lange da

Am Beispiel eines Advanced Planning and Scheduling (APS)-Systems im Kontext mit der Smart Factory lässt sich veranschaulichen, dass es Ansätze für die Industrie 4.0 – nämlich vernetzte, transparente Prozesse – schon sehr lange gibt. Das APS GANTTPLAN von DUALIS ist bereits seit mehreren Jahren in der Cloud verfügbar und bildet das Bindeglied zwischen der Produktions- und Managementebene. 

Es lässt sich zu Gunsten der digitalen Vernetzung nahtlos in bestehende Manufacturing Execution Systems (MES) und Enterprise Resource Planning (ERP)-Lösungen integrieren. Das modular aufgebaute Feinplanungstool ist eine wichtige Komponente der smarten Fabrik. Es übernimmt die Auftragsfeinterminierung und die Ergebnisvisualisierung im grafischen Leitstand. Ergo: Industrie 4.0 steckt schon lange in vielen Technologien, das Kind trug nur bis dato einen anderen Namen.

Vernetzung ist Kopfsache – und Chefsache

Da liegt die Frage nahe: Bräuchten wir demnach gar keine neuen Strategien? Wäre es doch so einfach. Ist es aber nicht. Denn die Industrie hat mittlerweile konkrete Formen angenommen. Und die Konsequenzen, die sich aus der Digitalisierung der Fabrik ergeben, sind weitreichend.

Bestehende Technologien wurden und werden weiterentwickelt, um das Prinzip der durchgängig vernetzten Prozesse, intelligenten Maschinen und Werkzeuge sukzessive umsetzen zu können. Und damit ergeben sich völlig neue Herausforderungen, die sich quer durch alle Ebenen der Fertigungsbetriebe erstrecken. 

So stehen beispielsweise Produktionsplaner vor bisher unbekannten Hürden. Sie kommen mit Abläufen und Technologien in Berührung, die ihnen bisher nicht vertraut sind. Demnach benötigen sie Werkzeuge wie intelligente Feinplanungstools, mit deren Hilfe die produktionsrelevanten Parameter wie Personal, Material und Terminierung besser plan- und steuerbar sind.

Aber das ist erst der Anfang. Die Hausaufgabenliste – insbesondere für die Chefetagen – ist lang. Es gilt, die Produktionswelt mit neuen Augen zu betrachten und strukturelle sowie organisatorische Veränderungsprozesse einzuleiten. Industrie 4.0 bedeutet nämlich gleichzeitig auch Arbeit 4.0.

Laut einer aktuellen Studie von McKinsey hat die Industrie die Bedeutung einer digitalisierten Produktion zwar längst erkannt. Aber noch viel zu wenige Unternehmen trauen sich, erfolgreiche Projekte vom Pilotprojekt über die gesamte Organisation auszurollen. Die Studie deckt weiterhin auf, dass Unternehmen verschiedener Branchen noch große Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer geeigneten Industrie 4.0-Strategie haben. So fehlt es häufig an der notwendigen Aufmerksamkeit seitens der Geschäftsleitung, dem Bewusstsein, dass sich eine Industrie 4.0-Anwendung rechnen muss und auch kann sowie der Offenheit gegenüber hilfreichen Partnerschaften.

Sie wollen den nächsten Schritt machen und suchen einen passenden Partner, um Ihre Produktion noch besser für die Industrie 4.0 auszurichten? Dann nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf. Mit über 300 realisierten Projekten in 25 Jahren und einem breit aufgestellten Partner-Netzwerk verhelfen DUALIS-Lösungen Unternehmen verschiedener Branchen zu höherer Wettbewerbsfähigkeit und verschaffen ihnen den entscheidenden Vorsprung im Zuge der Digitalen Transformation.

Dieser Beitrag wurde erstmalig am 31.08.2016 veröffentlicht und am 1.03.2018 aktualisiert.
Quelle Beitrags-Bild: Adobe Stock, von mariesacha

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