Sprechen Sie uns an! Mo.-Fr. 9.00-17.00 Uhr +49 (0) 351/47791-0
i

Die 5 wichtigsten Fragen vor einer APS-Einführung

Autor: Heike Wilson

Planen ist Ihre Leidenschaft, die Ihnen aber auch Leiden verschafft? Sie plagen sich mit manuellen Systemen oder mit Excel und wünschen sich eine Software, die sie bei der Erstellung Ihres Fertigungsplanes unterstützt? Dann ist eine APS-Software (advanced planning and scheduling) genau das Richtige für Sie! Dieser Beitrag soll Ihnen die fünf wichtigsten Fragen vor einer APS-Einführung beantworten und Hilfestellung bei Ihrer Entscheidungsfindung geben.

Wann lohnt sich eine APS-Software?

Die Einführung einer APS-Software ist nicht nur für die Industrie interessant. Immer kleinere Losgrößen und steigende Variantenvielfalt betrifft heute auch KMU’s. Damit einher gehen immer komplexere Planungsanforderungen, die manuell nur noch schwer zu überblicken sind. 

Eine ROI-Analyse gibt Aufschluss darüber, wie lange es dauert, bis sich eine solche Investition lohnt. Dieser ergibt sich aus:

Um diese Berechnung anstellen zu können, müssen zunächst die Produktionskosten ermittelt werden (Maschinen, Personal, Werkzeuge, Administration). Im zweiten Schritt werden die potenziellen Einsparungen beziffert. Das sollte zusammen mit dem

Anbieter des APS erfolgen. Dieser wird aus seiner Projektpraxis und den richtigen Fragen an den Interessenten fundierte Aussagen generieren. Es gilt die Frage zu beantworten: Wie hoch werden die Einsparungen je Bereich mindestens ausfallen. Darüber hinaus gibt es

Richtwerte, die angesetzt werden können. Damit lässt sich eine Aussage treffen, welches Potential generell zu erwarten ist. Da zu einer umfänglichen Betrachtung auch die Bewertung der Projektkosten gehört, sind diese im dritten Schritt zu veranlagen. Besondere Aufmerksamkeit sollten man hier auf die Projektdauer und deren Einfluss auf das Gesamtergebnis legen! Im vierten Schritt, liefert die ROI Betrachtung eine grafische

Aussage zum „primären ROI“. Es wird deutlich, zu welchem Zeitpunkt der Break Even Point bzgl. Investitionskosten vs. Einsparungen erfolgt.

Detaillierte Informationen zur ROI-Berechnung einer APS-Einführung finden Sie in unserem Whitepaper oder unter: www.dualis-it.de/roi

Ablauf und Projektdauer

Hier gilt der gern zitierte und sehr aussagekräftige Grundsatz: Es kommt darauf an!…
Nämlich vor allem auf die vorhandene Datenqualität und die sonstigen Rahmenbedingungen. Wo ist das Projekt angesiedelt? Ist es ein Wunsch des Planers oder eine Herzensangelegenheit der Chefetage? Werden im Unternehmen Personalressourcen extra für dieses Projekt freigestellt oder muss es „nebenbei“ erledigt werden? Wird bereits ein ERP oder MES-System eingesetzt? Wie ist die Qualität der bereitgestellten Daten? Diese Fakten bestimmen in erster Linie über die Dauer und den Erfolg der Projekteinführung.

In aller Regel dauert diese zwischen 8 und 12 Monaten. Die Erfahrung zeigt jedoch: eine großzügigere, dafür realistische  Zeitplanung wirkt sich deutlich positiver auf den Projektverlauf aus, als eine knappe Taktung der Meilensteine, die unter Umständen von Anfang an nur schwer zu halten ist, was oft unnötig zur Frustration im Projektteam führt.

Welche Daten werden benötigt?

Auch diese Frage ist immer sehr individuell zu betrachten und oft erst im Rahmen eines Vorprojektes abschließend zu klären. Ihr gewählter APS-Anbieter sollte dies in jedem Fall ermöglichen. Im Idealfall bietet er Ihnen einen kostenfreien PreSales an.

Hier wird getestet, ob das angedachte Datenmodell und die wichtigsten Planungsrestriktionen überhaupt im System darstellbar sind. Als Anwender merken Sie hier sehr schnell, ob der gewählt APS-Anbieter wirklich der richtige Partner für Sie und ihre Anforderungen ist.

Weiterhin ist die tiefe Analyse der vorhandenen Daten mit Spezifikationen und Use Cases aus Anwendersicht wichtig. Dadurch werden Datenlücken oder ggf. mangelhafte Datenqualität schnell transparent.

Dieser Anfangsinvest von ca. 4 bis 8 Wochen für ein APS-Einführungsprojekt ist in jedem Fall sinnvoll, um das Risiko für beide Seiten, also für den Anwender und den APS zu minimieren und das gegenseitige Kennenlernen zwischen allen Projektbeteiligten  zu fördern.

Ausbaustufen

Die meisten APS-Hersteller bieten verschiedene Ausbaustufen ihrer Produkte an. Die Qual der Wahl sollte dabei der Anwender nicht alleine tragen. Die Entscheidung über das richtige Produkt sollte im Idealfall gemeinsam mit dem Anbieter getroffen werden.

Ein Stufenmodell kann den Einstieg in jedem Fall enorm erleichtern. Denn der direkte Umstieg von Excel auf eine High-End-Lösung ist eine echte Herausforderung in Sachen Datenqualität und Anwenderwissen. Die galantere Lösung ist zunächst der Einsatz einer schlankeren Lösung, um in einem überschaubaren Zeitraum überhaupt erst einmal mit dem APS-System starten zu können. Diese sollte in jedem Fall aber Restriktionen beachten. Der Planer kann in dieser Phase das Tool besser kennen lernen und erkennt oft schnell die notwendigen Schritte zur Verbesserung der Datenqualität. Das Datenmodell kann dann nach und nach verfeinert werden. Eine professionelle Schulung ist dabei das A & O, damit von Anfang an Fehler vermieden werden und der Einstieg gelingt.

Kosten

Wie schon erwähnt, bieten APS-Hersteller in aller Regel verschiedene Ausbaustufen Ihrer Produkte an. Danach richtet sich auch der Preis. Aber egal ob für welche Variante Anwender sich entscheiden, als Daumengröße gilt: 1 (Projektkosten) : 1,5 (Lizenzkosten). Zu jedem Software-Projekt gehört auch ein internes Team, welches das Projekt umsetzt. Dies ist immer auch mit internen Kosten verbunden und sollte keinesfalls außer Acht gelassen werden bei der Projektplanung.

Diesen Beitrag in Ihrem Sozialen Netzwerk teilen:

RSS-Feed zum Blog

Bleiben Sie mit unserem RSS-Feed zum Blog immer auf dem neusten Stand!